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Dompfarre St. Stephan

 

Dombauhütte & Spendenvereine

Die Dombauhütte widmet sich seit dem Mittelalter dem Bau und Erhaltung des Wiener Stephansdoms

Dombauhütte

Unter dem Begriff Bauhütte versteht man seit dem Mittelalter die hierarchisch gegliederte Vereinigung von Steinmetzen, Bildhauern und Werkleuten unter der Leitung des Meisters zur Erbauung eines meist sakralen Bauwerkes. Die Bauhütten zeichneten sich durch eine große Pflege der Tradition, eine eigene Standestracht, Aufnahmerituale und Wahrung von technischen und künstlerischen Berufsgeheimnissen aus. Beim Regensburger Hüttentag 1459 wurde Wien zu einer der Haupthütten des Reiches erkoren, mit Beginn der Neuzeit ging die Bedeutung der Bauhütte zurück. Während der Barockisierungsphase von St. Stephan im 18. Jahrhundert stand sie unter dem Patronat der Kaiserin-Königin Maria Theresia. Das neuerwachte Interesse am Mittelalter im 19. Jahrhundert führte zu einer Reaktivierung der Dombauhütte, die seither fast ausschließlich der Domerhaltung dient. Einer der Höhepunkte dieser Zeit war die mehrfache Restaurierung des Südturms, zuletzt 1886.

Beim Dombrand 1945 fiel der alte Fachwerkbau der Dombauhütte aus dem 19. Jahrhundert den Flammen zum Opfer, der heutige funktionelle Bau entstand im Rahmen der Wiederaufbauarbeiten. Die seinerzeitigen Wiederherstellungsarbeiten gingen beinahe nahtlos in die heutigen Erhaltungsarbeiten über. Derzeit beschäftigt die Dombauhütte zu St. Stephan etwa 20 Personen, die auch heute noch in der traditionellen Handwerkstechnik diverse Bauteile wie Krabben und Kreuzblumen genau nach den baufälligen oder bereits zerstörten Vorbildern aus Stein meißeln oder ergänzen und am Dom versetzen. So klingen in St. Stephan die Hammer und Meißel wie im Mittelalter und helfen mit, dass die Domkirche in ihrer alten Schönheit neu erhalten bleibt.

Spendenvereine

Der Domerhaltungsverein und der Verein Unser Stephansdom unterstützen die Erhaltung des Doms durch vielfältige Fundraising-Aktionen.

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