Briefkopf

„Anbetung ist ein Austausch in Freundschaft, wo man oft miteinander spricht. Von Herz zu Herz, ganz allein mit Gott, von dem wir wissen, dass er uns liebt.“ (Theresa von Avila)

Formen der Anbetung

Im Stephansdom gibt es verschiedene Formen der Anbetung. Neben Andachten und der "Stunde der Barmherzigkeit" (etwa einmal monatlich) steht die Eligiuskapelle für alle Beter offen. Die kleine Kapelle im rechten hinteren Bereich des oftmals von Gästen überfüllten Doms bietet einen geschützten Raum, um Gott in der persönlichen Anbetung zu begegnen. "Kommt mit an einen einsamen Ort, wo wir allein sind, und ruht ein wenig aus." (Mk 6,31) Still werden und Ruhe finden mitten in der Alltagshektik, in dem Trubel einer Großstadt sind nicht immer einfach. Aber Gott ist immer für uns da. Gott wartet auf uns, dass wir uns ihm zuwenden. Er ist das Brot des Lebens. In der Anbetung dürfen wir neue Kräfte sammeln, damit wir selbst zum Brot werden - für andere.

Gebet vor dem Tabernakel

Du senkst voll Liebe Deinen Blick in meinen
und neigst Dein Ohr zu meinen leisen Worten
und füllst mit Frieden tief das Herz.

Doch Deine Liebe findet kein Genügen
in diesem Austausch, der noch Trennung lässt.
Das Herz verlangt nach mehr.

Dein Leib durchdringt geheimnisvoll den meinen,
und Deine Seele eint sich mit der meinen:
Ich bin nicht mehr, was einst ich war.

Du kommst und gehst, doch bleibt zurück die Saat,
die Du gesät zu künftiger Herrlichkeit,
verborgen in dem Leib von Staub.

(Edith Stein)

Besucher haben den ganzen Tag ab 6.00 Uhr morgens die Möglichkeit, zu beten – den Abschluss bilden um 21.45 Uhr ein Gebet und der Abendsegen in der Eligiuskapelle.

Anbetung

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